Kastration bei der Katze

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Die Kastration bei der Katze ist eine wichtige Entscheidung, wenn man nicht unbedingt Kitten haben möchte. Vor allen Dingen sollte man Katzen dann kastrieren lassen, wenn sie Freigänger sind und sich viel draußen aufhalten. Durch eine Sterilisation bei der Katze erreicht man nur, dass es keine Nachkommen gibt. Eine Kastration bietet neben diesem Vorteil die gute Möglichkeit, der Katze ein bedeutend längeres, gesunderes Leben zu bescheren, denn viele Krankheiten haben ihren Ursprung im hormonellen Ungleichgewicht des Tieres.

Eine Kastration bei der Katze verhindert:

  • die unkontrollierte Weitervermehrung
  • das Markieren der Wohnung mit übel riechendem Urin
  • Rangordnungskämpfe mit anderen Katzen, wobei eitrige Verletzungen entstehen können
  • Die Ansteckung mit unheilbaren Krankheiten, wie Leukämie und Katzen-AIDS durch hormonell bedingte Kämpfe.
    bösartigen Brustkrebs
  • hormonell bedingte Knochenmarkschäden
  • lebensbedrohliche Gebärmuttervereiterungen

Was bewirkt eine Sterilisation bei der Katze?

Die Kastration bei der Katze ist bei der Haltung einer Katze als Hautier oft ein ThemaDurch eine Sterilisation wird lediglich eine anschließende Unfruchtbarkeit hergestellt. Die Geschlechtshormone werden weiterhin ausgeschüttet und kreisen durch die Blutbahnen. Das führt dazu, dass die unerwünschten Nebenerscheinungen der Geschlechtsreife auch weiterhin vorhanden sind. Bei den Katzen ist das die Rolligkeit, beim Kater das Harnspritzen. Bei einer Sterilisation bleiben die Hoden des Katers erhalten. Die Eierstöcke der Katze bleiben auch an Ort und Stelle. Es werden lediglich die Leiterbahnen getrennt. Die Operation wird unter Vollnarkose durchgeführt. Daher benötigen Sie dafür ebenfalls einen Termin beim Tierarzt. Bei den weiblichen Katzen muss die Bauchhöhle geöffnet werden. Der Aufwand ist genauso groß wie bei einer Kastration. Es gibt jedoch keine Garantie, dass sich die Rolligkeit der Katze nach dem Eingriff einpendelt, ganz im Gegenteil kann es zu Dauerrolligkeit und einer zystiger Entartung der Eierstöcke kommen. Deshalb werden die Stubentiger, weiblich wie männlich, in der Regeln kastriert und führen ein langes und gesundes Leben.

Wann sollen Katzen kastriert werden?

Weibliche Katzen erreichen ab dem 5. Monat ihre Geschlechtsreife und zeigen dies durch die sogenannte Rolligkeit. Sie miauen unentwegt, wälzen sich auf dem Boden und strecken das Hinterteil in die Höhe. Dieser Zustand wiederholt sich nun in regelmäßigen Abständen und kann für Mensch und Tier sehr belastend sein. Der beste Zeitpunkt für den Eingriff bei weiblichen Tieren ist noch vor der ersten Rolligkeit. Die Kastration bei der Katze sollte frühzeitig vorgenommen werden, am besten um den fünften Monat. Kater werden in der Regel mit sechs Monaten kastriert.

Was passiert bei einer Kastration?

Bei der Kastration werden die Keimdrüsen operativ entfernt. Bei der Katze sind diese in den Eierstöcken zu finden, beim Kater in den Hoden. Am Abend vor der OP darf das Tier noch einmal normal fressen, am nächsten Morgen muss es jedoch nüchtern sein. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose, wobei das Risiko bei weiblichen und männlichen Tieren relativ gering ist. Beim Kater ist wenig zu sehen, bei der Katze ist eine kleine Bauchnaht zu bemerken. Doch die meisten Vierbeiner sind bereits wenige Stunden nach der Kastration wieder fit, wobei Katzen nicht an der Wunde schlecken sollten. Ein Silberspray vom Tierarzt bietet hier Abhilfe. Nach ca. 10 Tagen werden die Fäden gezogen.

Werden Katzen nach der Kastration immer dick?

Der typische Hängebauch, der oft nach drei bis vier Wochen nach der erfolgreichen Kastration zu sehen ist, steht nicht in direktem Zusammenhang mit der OP. Die Hormonproduktion verebbt und auch der Stoffwechsel stellt sich um. Deshalb benötigen die Tiere deutlicher weniger Kalorien als vor der Kastration. Ähnlich wie beim Menschen kommt es auf die aufgenommene Futtermenge an, ob man dick wird oder eben nicht. Die Mahlzeiten à la FDH zu reduzieren wäre jedoch falsch, da so auch bedeutend weniger Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen werden. Am besten, man greift zu kalorienreduziertem Alleinfutter. Schon bald werden sich die Essensmenge und die Bewegung neu einpendeln und die Katze führt fortan ein entspanntes Leben ohne hormonelle Schwankungen.

Von |18.10.2019|Katzenhaltung|Kommentare deaktiviert für Kastration bei der Katze

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